Money Mindset: Wie deine Gedanken deinen finanziellen Erfolg beeinflussen

„Über Geld spricht man nicht.“

„Geld verdirbt den Charakter.“

„Viel Geld kann man nur verdienen, wenn man andere über den Tisch zieht.“

Bestimmt kommt dir der ein oder andere Spruch bekannt vor. Vielleicht hörst du bei solchen Aussagen einfach weg, aber vielleicht bleibt auch etwas davon hängen. Je öfter du damit konfrontiert wirst, desto schwieriger wird es, sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Das bringt uns zu dem Thema dieses Blogartikels: Money Mindset. Denn Geldanlage fängt im Kopf an.

Vielen Menschen fällt es schwer, sich mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen und mit dem Sparen bzw. Investieren zu beginnen, weil sie sich selbst im Weg stehen. Das liegt nicht daran, dass ihnen das Wissen oder die Instrumente fehlen, sondern dass sie sich dem Wissen nicht öffnen können, weil ihre Gedanken sie blockieren. Doch woher kommt das und welche Rolle spielt das Money Mindset?

Schauen wir uns zunächst den Begriff Money Mindset an. Er beschreibt deine Überzeugungen zum Thema Geld, die du über die Jahre unbewusst von deinen Eltern, Freunden und der Gesellschaft übernommen hast. Mit der Zeit haben sich bestimmte Gedankenmuster im Unterbewusstsein eingenistet. Man nennt sie auch Glaubenssätze, weil man sie gern mit Fakten verwechselt.

Eigentlich ist das Unterbewusstsein eine coole Sache. Es steuert nämlich den Großteil deiner Entscheidungen und Handlungen, damit du im Alltag nicht über jede Kleinigkeit nachdenken musst. Daraus ergibt sich aber auch ein Problem: Das Unterbewusstsein lässt sich nicht so einfach verändern. Haben es sich die Glaubenssätze also im Unterbewusstsein gemütlich gemacht, sind sie nur schwer abzulegen.

Warum ist es wichtig, dass du deine eigenen Glaubenssätze erkennst? Weil sie deine Entscheidungen und Handlungen ausbremsen. Sie hindern dich daran, dein Verhalten zu ändern, was letztendlich bedeutet, dass du deine finanziellen Ziele nicht erreichst. Wenn du glaubst, dass dich Geld zu einem schlechteren Menschen macht, wirst du dich beim Geldverdienen immer schlecht fühlen und demnach auch nicht investieren.

Nun zur ersten guten Nachricht: Geld ist weder gut noch schlecht. Es ist ein reines Tauschmittel. Du entscheidest, was du damit tust. Die zweite gute Nachricht: Du kannst an deinem Money Mindset arbeiten. Das sind unsere Tipps:

Schritt 1: Erkenne deine Glaubenssätze.

Das Wichtigste ist, dass du deine Gedankenmuster erkennst und reflektierst. Folgende Fragen können dir dabei helfen: 

  • Was bedeutet Geld für dich?
  • Was wurde dir über Geld bzw. Sparen und Investieren beigebracht?
  • Haben deine Eltern über Geld gesprochen und wenn ja, in welcher Art und Weise?
  • Wie denken deine Freunde über Geld verdienen und ausgeben?
  • Was denkst du über reiche/arme Menschen?

Schritt 2: Finde neue positive Glaubenssätze.

Wenn du deine Glaubenssätze benennen kannst, hast du schon viel geschafft. Versuche im nächsten Schritt neue positive Gedankenmuster zu etablieren. Eine Möglichkeit ist z. B., alte Glaubenssätze umzuformulieren:

„Über Geld spricht man nicht.“ „In Gesprächen über Geld kann ich viel lernen.“

„Geld verdirbt den Charakter.“ „Mit meinem Geld kann ich Gutes tun.“

Am besten schreibst du dir diese Sätze auf einen Zettel, legst ihn sichtbar in deiner Wohnung hin oder steckst ihn in dein Portemonnaie, sodass du sie regelmäßig liest und dein Gehirn langsam umprogrammiert wird.

Schritt 3: Umgib dich mit Menschen, die dein (neues) Money Mindset teilen.

Um dein neues Mindset langfristig aufrechtzuerhalten, ist es sinnvoll, dass du dich mit Menschen umgibst und austauschst, die ein ähnliches Mindset haben. Sie können dich bestärken, wenn dir mal wieder ein negativer Glaubenssatz begegnet.

Schritt 4: Fange klein an und sammle positive Erfahrungen.

Es ist klar, dass du nicht von einem Tag auf den nächsten ein neues Money Mindset haben kannst. Fange deshalb langsam an und lege kleine Geldbeträge an, um zu schauen, wie du dich damit fühlst. Vielleicht hilft es dir auch, deine Erfolge und positive Erfahrungen festzuhalten, sodass du sie dir immer wieder in Erinnerung rufen kannst, wenn sich Unsicherheit oder negative Gedanken breitmachen. Das könnte so aussehen:

„Diesen Monat habe ich … € gespart.“

„Heute habe ich etwas gespendet.“

Schritt 5: Informiere dich und baue Stück für Stück dein Finanzwissen auf.

Wenn du bereit bist, dein Geld anzulegen, informiere dich über die möglichen Anlageprodukte und wähle das aus, das am besten zu dir und deinem Mindset passt. Du möchtest Gutes mit deinem Geld tun? Dann schau dir doch einfach mal ein paar nachhaltige Finanzprodukte an. Mit mehr Wissen gewinnst du dann auch etwas mehr Sicherheit und hinterfragst deine Entscheidungen seltener.

Ein Money Mindset ist natürlich völlig individuell und jede*r muss sich mit den eigenen Glaubenssätzen beschäftigen. Dennoch können diese Tipps helfen, den ersten Schritt in Richtung finanzielle Freiheit zu gehen. Denn mit dem Mindset fängt alles an. 🙂

Wir helfen dir dabei, den Stress aus deinen Finanzen zu nehmen, sodass Geldsorgen für dich ein Thema von gestern sind. Hole dir jetzt die App!