Geldsorgen

5 Ursachen für Geldsorgen und was du dagegen tun kannst

Halten dich Geldsorgen nachts wach? Egal ob du dir Sorgen darum machst, wie du deine Miete nächsten Monat bezahlen, deine Schulden begleichen oder für das Alter vorsorgen sollst – du bist nicht allein.

Eine Umfrage des Vermögensverwalters Blackrock zeigt, dass 35% der Deutschen Geld als größten Stressfaktor in ihrem Leben ansehen. Damit liegen Geldsorgen deutlich vor anderen Stressfaktoren wie Arbeit (32%), Gesundheit (31%) oder Familie (22%). Gerade in der aktuellen Krise, in der viele Menschen wegen Kurzarbeit, Freistellung oder Kündigung ein geringeres Einkommen haben, verschlimmert sich die Situation laut einer Umfrage des MDR nochmal: 33% der Befragten haben “große” oder “sehr große” Sorgen, dass sich ihre wirtschaftliche Lage verschlechtert.

Häufig wissen wir jedoch nicht, wie wir unseren Geldsorgen begegnen sollen. Deswegen stellt sich die Frage: Was kann jeder von uns gegen immer größer werdende finanzielle Sorgen tun.

Zunächst geht es darum zu verstehen, was die Gründe für deine Ängste sind. Dann darum, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, wie du diese besiegen kannst. Deshalb stellen wir dir fünf typische Ursachen für Geldsorgen vor und was du dagegen unternehmen kannst.

1. Unerwartete Ausgaben

Wer kennt es nicht? Plötzlich gibt die Waschmaschine den Geist auf, das Auto springt nicht mehr an oder das Handy rutscht aus der Hand und zerbricht. Aber eigentlich hast du nicht genug Geld auf dem Konto, um die Ausgaben für Neuanschaffungen zu decken. Was also tun?

Obwohl Deutschland als “Land der Sparer” gilt, haben 31% aller Deutschen laut einer Umfrage der ING keine Ersparnisse, um unerwartete Ausgaben zu decken. Dabei ist es ganz einfach, sich ein kleines Polster aufzubauen. Wichtig ist nur, dass du dir zu Beginn kleine Ziele setzt, die du ohne großen Aufwand erreichen kannst. So sammelst du erste Erfolgserlebnisse und merkst, dass Sparen Spaß macht. Es ist fast so, als würdest du ein neues Hobby beginnen. Du wirst nicht sofort ein Profi sein, mit kleinen Etappenzielen wirst du jedoch Schritt für Schritt immer besser.

Sobald du erste Erfolge gefeiert hast, kannst du dir größere Ziele setzen. Die meisten Experten raten dazu, einen Puffer an Ersparnissen aufzubauen, der die Ausgaben für drei bis neun Monate abdeckt. Dann bereiten dir auch unerwartete Kosten keine Geldsorgen mehr.

2. Zu hohe Schulden

Hier noch ein paar neue Sneaker mit der Kreditkarte kaufen, das neue iPhone per Ratenzahlung holen oder einen Konsumkredit für den Traumurlaub aufnehmen. Kommt dir bekannt vor?

Die Wahrheit ist, dass knapp 7 Millionen Privatpersonen in Deutschland überschuldet sind und im Durchschnitt jeder Haushalt 28.250€ schuldet. Die Verschuldung an sich sorgt nicht direkt für Geldsorgen – vorausgesetzt, man zahlt jeden Monat etwas zurück. Aber selbst dann können insbesondere Konsumkredite wegen der anfallenden Zinsen langfristig teuer werden.

Die meisten von uns können nicht von heute auf morgen ihre Schulden zurückbezahlen. Daher ist es wichtig, dass du im ersten Schritt alle Schulden zusammen trägst, um dir eine gute Übersicht zu verschaffen. Fun Fact: Aus psychologischer Sicht ist es sogar deutlich besser, eine große Gesamtsumme zu schulden, als eine Menge kleiner Schulden zu haben.

Danach fängst du an, deine Ängste zu bekämpfen, indem du einen klaren Plan erarbeitest, wie du deine Schulden zurück zahlst. Berücksichtige dabei, welche Summe du einmalig begleichen kannst und bedenke alle monatlichen Zahlungen inklusive der Zinsen. Auch hier gilt: Sei ehrlich mit dir selbst und setze dir realistische Ziele. So kannst du kleine Fortschritte feiern und Stück für Stück deine Ängste besiegen.

3. Altersarmut

Hast du schon an deine Altersvorsorge gedacht oder bist du auf dem Weg in den Ruhestand? Wenn diese Frage dich beunruhigt, bist du nicht allein. In Deutschland hat jeder zweite Angst davor im Alter arm zu sein und an Geldsorgen zu leiden.

Grundsätzlich hilft es sich im Klaren zu sein, wie viel Geld man tatsächlich für den Ruhestand benötigt und einen konkreten Plan zu entwickeln, wie man dies erreicht. Für viele von uns, insbesondere die Jüngeren, ist das aufgrund des langen Zeithorizonts allerdings nicht greifbar. Wir leben lieber im Hier und Jetzt.

Deswegen ist es zunächst wichtig zu verstehen, welche Produkte am besten geeignet sind, um langfristig für das Alter vorzusorgen. (Kleiner Tipp: Es ist nicht das Sparbuch ;-)) Sobald du das verstanden hast, solltest du kleine Beträge zur Seite legen. Wenn du damit früh anfängst, zahlt sich das langfristig enorm aus – dazu aber in einem anderen Blogpost mehr. Wenn du älter wirst und mehr verdienst, kannst du deine Sparbeiträge erhöhen.

4. Jobverlust

Insbesondere in der aktuellen Krise ist die Angst vor einem Jobverlust und den damit verbundenen Geldsorgen enorm hoch. Laut einer aktuellen Spiegel-Umfrage befürchten 20% der Deutschen in den nächsten 12 Monaten ihren Job zu verlieren. Die offensichtlichste Taktik gegen diese Ängste besteht darin deine Notfallreserve aufzustocken, die dich durch eine Zeit der Arbeitslosigkeit bringen kann.

Vielleicht ist es dafür aber schon zu spät oder dein Einkommen deckt gerade so die laufenden Ausgaben. Dann hilft folgender Tipp: Schau dich um und sprich mit möglichst vielen Leuten, um herauszufinden, welche anderen Möglichkeiten sich bieten. Das gilt auch in Zukunft: Bleib immer am Ball und entwickle einen Plan B, falls etwas Unerwartetes passiert.

5. Geld am Aktienmarkt verlieren

Du musst kein Finanzexperte sein, um den Aktienmarkt für deinen Vermögensaufbau zu nutzen. Vielen Menschen steht jedoch die Angst vor Investitionen im Weg. Der Hauptgrund, weshalb wir Deutschen ungern in den Aktienmarkt investieren, ist die Angst vor Verlusten.

Wenn man einen kurzfristigen Horizont betrachtet, ist dies durchaus berechtigt. Langfristig ist diese Sorge allerdings unbegründet. Zwar gibt es Schwankungen, jedoch haben sich die Aktienmärkte auf lange Sicht immer erholt und sind gestiegen. Aufgrund der größeren Rendite im Vergleich zu klassischen Sparprodukten kommt man für langfristige Sparziele deshalb nicht um Investitionen in den Aktienmarkt herum.

Zum Abschluss ein Beispiel: Die durchschnittlichen Zinsen auf Tagesgeldkonten in Deutschland betragen aktuell 0,10%. Bei diesem Zinssatz dauert es 693 Jahre bis sich das Geld auf deinem Tagesgeldkonto verdoppeln würde. Bei einer historischen Rendite von ca. 8% am Aktienmarkt dauert es hingegen nur 9 Jahre!

Wir helfen dir bald dabei, den Stress aus deinen Finanzen zu nehmen, sodass Geldsorgen für dich ein Thema von gestern sind. Sei als erster dabei und trag dich in die Warteliste ein. Wir senden dir eine SMS, sobald die App für iOS und Android verfügbar ist.